Der
Marienplatz
ist das Herz von München seit der Gründung der Stadt im Jahr 1158 und ein wichtiger Knotenpunkt des Nahverkehrssystems. Jahrhunderte lang war er als
Schrannenmarkt
bekannt, der Ort, an dem Bauern und Händler Waren kauften und verkauften; 1854 wurde er allerdings nach der Statue der Jungfrau Maria in seiner Mitte umbenannt. Die Nordseite wird völlig vom neugotischen
Neuen Rathaus
aus dem 19. Jahrhundert dominiert, dessen Fassade mit kleinen Statuen verziert ist, die bayrische Herrscher und andere Personen darstellen. Das
Glockenspiel
(43 Glocken) im 85 m hohen Turm ertönt täglich um 11.00, 12.00, 17.00 und 21.00 Uhr (im Winter um 11.00 und 12.00 Uhr), dazu zeigen mechanisch betriebene Marionetten Szenen aus Münchens Geschichte. Besucher können mit einem Aufzug zur Spitze des Turms gelangen.
Andere erwähnenswerte Bauten in der Nähe sind u. a. das
Alte Rathaus
, in dem ein entzückendes
Spielzeugmuseum
untergebracht ist, und die
Frauenkirche
– Münchens Kathedrale. In der nüchternen Kirche, die im 15. und 16. Jahrhundert auf dem einstigen Standort der romanischen Marienkirche errichtet wurde, befindet sich das Grabmal von Kaiser Ludwig von Bayern. Interessant ist der im Fußboden der Kirche eingebettete, legendäre Fußabdruck des Teufels.
Neues Rathaus
Marienplatz 8 Tel: (089) 23 31.
Anreise: U-Bahn/S-Bahn Marienplatz.
Öffnungszeiten: Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr, Sa und So 10.00-19.00 Uhr.
Eintritt: 1,50 €.
Die
Münchner Residenz
verkörpert 600 Jahre bayrischer Geschichte. Mehrere Generationen von Herrschern der Wittelsbacher Dynastie erweiterten das ursprüngliche Schloß aus dem 14. Jahrhundert nach und nach und errichteten einen Palast mit sieben Innenhöfen. Die Räume der Residenz sind prunkvoll mit Antiquitäten, Skulpturen, Gemälden und Wandteppichen ausgestattet, welche die Wittelsbacher vom 16. bis 19. Jahrhundert zusammentrugen. Manche dieser Räumlichkeiten können nur morgens oder nachmittags besichtigt werden. Andere königliche Schätze werden in der
Schatzkammer
zur Schau gestellt. Der gesamte Komplex, einschließlich des
Cuvilliés-Theaters
im Rokokostil, mußte wieder aufgebaut und restauriert werden, nachdem er im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche gelegt worden war.
Max-Joseph-Platz 3
Tel: (089) 29 06 71. Fax: (089) 29 06 72 25.
Internet:
www.schloesser.bayern.de
Anreise: U-Bahnstation Odeonsplatz oder Straßenbahnlinie 19.
Öffnungszeiten: Fr-Mi 09.00-18.00 Uhr, Do 09.00-20.00 Uhr (April-Mitte Okt.); täglich 10.00-16.00 Uhr (Mitte Okt.-März); das Cuvilliés-Theater wird mitunter kurzfristig für Proben geschlossen.
Eintritt: 4 € (Museum oder Schatzkammer); 6 € (Kombi-Karte); 2 € (Cuvilliés-Theater).
Die drei Pinakotheken
Die
Alte Pinakothek
wurde im 19. Jahrhundert für König Ludwig I. errichtet und beherbergt eine der ältesten und bedeutendsten Gemäldesammlungen alter europäischer Meister, u. a. Werke von Dürer, Raphael, Rembrandt und Rubens. Die in einem modernen Gebäude gegenüber untergebrachte
Neue Pinakothek
wurde nach einer Idee von Ludwig I. zur Ausstellung zeitgenössischer Kunst ins Leben gerufen und zeigt Gemälde und Skulpturen aus der Zeit ab etwa 1750 bis zum frühen 20. Jahrhundert. Kern der Sammlung bilden Gemälde deutscher Künstler aus dem 19. Jahrhundert. Im Eintrittspreis ist ein Audio-Führer enthalten. Die
Pinakothek der Moderne
ist eine Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke, Architektur- und Designstücke, die den unterschiedlichsten Sammlungen der Stadt entnommen wurden, um die in den ersten beiden Galerien untergebrachten Werke zu ergänzen. Das auffällige neue Gebäude wurde im September 2002 eröffnet (Internet:
www.museum-der-moderne.de
). Die
Glyptothek
(antike griechische Kunst) und die
Antikensammlung
befinden sich ganz in der Nähe am Königsplatz.
Alte Pinakothek
Barer Straße 27 und 29
Tel: (089) 23 80 52 16. Fax: (089) 23 80 52 21.
Internet:
www.alte-pinakothek.de
Anreise: U-Bahnstation Königsplatz; Straßenbahnlinie 27; Bus 53.
Öffnungszeiten: Di-Mi und Fr-So 10.00-17.00 Uhr, Do 10.00-22.00 Uhr.
Eintritt: 5 €; 8 € für eine Kombi-Karte für zwei Tage; Ermäßigungen sind erhältlich; So frei; Sonderausstellungen kosten u. U. extra.
Neue Pinakothek
Barer Straße 27 und 28
Tel: (089) 23 80 51 95. Fax: (089) 23 80 52 22.
Internet:
www.neue-pinakothek.de
Anreise: U-Bahnstation Königsplatz; Straßenbahnlinie 27; Buslinie 53.
Öffnungszeiten: Mi und Fr-Mo 10.00-17.00 Uhr, Do 10.00-22.00 Uhr.
Eintritt: 5 €; 8 € für eine Kombi-Karte für zwei Tage; Ermäßigungen sind erhältlich; So frei; Sonderausstellungen kosten u. U. extra.
Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik
Das riesige
Deutsche Museum
präsentiert einen umfassenden Überblick über Wissenschaft und Technik, von prähistorischen Werkzeugen bis zu Erfindungen des Raumfahrtzeitalters. Die interaktiven Exponate der Dauerausstellung sind nach verschiedenen Themen organisiert, u. a. Raumfahrt, Computer, Bergbau, technische Spielzeuge und Telekommunikation. Im benachbarten
Forum der Technik
sind ein Planetarium und ein IMAX-Kino untergebracht. Die dem Museum angeschlossene
Flugwerft Schleißheim
, der älteste Flugplatz Deutschlands, dokumentiert die Geschichte der Luftfahrt.
Museumsinsel 1
Tel: (089) 217 91
oder
217 94 33. Fax: (089) 217 93 24.
E-Mail:
info@deutsches-museum.de
Internet:
www.deutsches-museum.de
Anreise: S-Bahnstation Isartor; U-Bahnstation Fraunhoferstraße; Straßenbahnlinie 18.
Öffnungszeiten: Täglich 09.00-17.00 Uhr.
Eintritt: 6 € plus 1,50 € für das Planetarium; eine Kombi-Karte für alle drei Einrichtungen kostet 7 €; Ermäßigungen erhältlich.
Flugwerft Schleißheim
Effnerstraße 18, Schleißheim
Tel: (089) 315 71 40. Fax: (089) 217 93 24.
E-Mail:
info@deutsches-museum.de
Internet:
www.deutsches-museum.de
Anreise: S-Bahnstation Oberschleißheim, dann 15 Min. zu Fuß.
Öffnungszeiten: Täglich 09.00-17.00 Uhr.
Eintritt: 3 €; eine Kombi-Karte für alle drei Einrichtungen kostet 7 €; Ermäßigungen erhältlich.
Olympiapark
Der
Olympiapark
wurde für die 20. Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet und erstreckt sich über ein Gebiet von 270 Hektar. Den Kern bildet das zeltartige
Olympiastadion
, in dem nationale und internationale Sportveranstaltungen sowie Konzerte stattfinden. Nach vorheriger Buchung kann an Führungen teilgenommen werden. Von der Aussichtsplattform und dem drehenden Restaurant des 290 m über den Park ragenden
Olympiaturms
hat man einen fantastischen Ausblick. Neu im
Olympiapark
ist das
Sea Life Aquarium
(Internet:
www.sealifeeurope.com
).
Der
Englische Garten
ist der größte Stadtpark in Deutschland – eine stille Oase im Herzen der lebhaften Metropole. Zu den Attraktionen gehören der
Chinesische Turm
mit seinem beliebten Biergarten, das
Japanische Teehaus
und der
Monopteros
, ein Tempel im griechischen Stil. Auf dem
Kleinhesselhoher See
mitten im Park und im
Amphitheater
finden in den Sommermonaten zahlreiche Aktivitäten statt. Die
Staatsgalerie moderner Kunst
(Tel: (089) 21 12 71 37) im
Haus der Kunst
zeigt ausgezeichnete Sonderausstellungen moderner Kunst. Das
Bayerische Nationalmuseum
(Tel: (089) 211 24 01) liegt in der Prinzregentenstraße am südlichen Ende des Parks.
Englischer Garten
Von der Prinzregentenstraße zur Tivolibrücke.
Tel: (089) 38 66 63 90. Fax: (089) 386 66 39 23.
Internet:
www.schloesser.bayern.de
Anreise: U-Bahnstationen Universität, Giselastraße oder Münchener Freiheit.
Öffnungszeiten: Täglich rund um die Uhr.
Eintritt: Frei.
Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
Tel: (089) 21 12 71 15.
Internet:
www.hausderkunst.de
Anreise: U-Bahnstation Lehel; Straßenbahnlinie 17; Buslinie 53.
Öffnungszeiten: Täglich 10.00-22.00 Uhr.
Eintritt: 5-8 € je nach Ausstellung.
Den berühmten Automobilhersteller
BMW
in einem Gebäude unterzubringen, das wie ein überdimensionaler vierzylindriger Motor aussieht, war die originelle Idee des Wiener Architekten K. Schwanzer. Das wie ein vierblättriges Kleeblatt geformte Bürogebäude wurde 1973 errichtet. Der ungewöhnliche Bau besteht aus vier silberfarbenen Türmen, darunter liegen die flachen Fabrikhallen, an deren Ende sich ein riesiger „Eierbecher“ befindet, in dem das
BMW-Museum
untergebracht ist. Die Ausstellung besteht aus Oldtimern, aber auch den neuesten Modellen des angesehenen deutschen Autoherstellers. Der Höhepunkt des Museums ist eine fantastische Cinemascope-Vorführung am Ende der Tour.
Petuelring 130
Tel: (089) 38 22 56 52
oder
33 07. Fax: (089) 38 22 08 60.
Anreise: U-Bahnstation Petuelring (U2 oder U3 Richtung Olympiazentrum).
Öffnungszeiten: Täglich 09.00-17.00 Uhr (letzter Einlaß um 16.00 Uhr).
Eintritt: 3 €; Ermäßigungen sind erhältlich.
Schloß Nymphenburg
Das eindrucksvolle, symmetrische
Schloß Nymphenburg
wurde im 18. und 19. Jahrhundert am westlichen Stadtrand als Sommerresidenz der Wittelsbacher errichtet und ist von einer schönen Parklandschaft umgeben. Zu den Höhepunkten im Hauptpalast gehört der
Steinerne Saal
im späten Rokokostil und die „Schönheitengalerie“ – eine Sammlung von Portraits schöner Damen, die Ludwig I. in Auftrag gab. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich vier kleine, von Landschaftsgärten umgebene Schlösser. Eines davon ist die
Amalienburg
(Eintritt: 1,50 Euro), die als das schönste Rokoko-Schloß in Deutschland gilt. Zum Nymphenburg-Komplex gehört auch das
Marstallmuseum
(Eintritt: 2,50 Euro), in dem königliche Kutschen und Reitausrüstungen sowie die
Bäuml Sammlung
mit Nymphenburger Porzellan untergebracht sind. Die Exponate stammen von 1747 bis zu den 1920er Jahren.
Menzinger Straße
Tel: (089) 17 90 80. Fax: (089) 17 90 81 54.
Internet:
www.schloesser.bayern.de
Anreise: Straßenbahnlinie 17; Buslinie 41.
Öffnungszeiten: Fr-Mi 09.00-18.00 Uhr, Do 09.00-20.00 Uhr (April-Mitte Okt.); täglich 10.00-16.00 Uhr (Mitte Okt.-März); der Park ist in etwa von Sonnenauf- bis -untergang geöffnet.
Eintritt: 3,50 € (nur Schloß Nymphenburg); 7,50 € (Kombi-Karte für sämtliche Gebäude); 6,50 € (im Winter); der Park ist eintrittsfrei.