Kultur
Einleitung
| Die venezianische Kulturszene lebt von den Überresten ihrer glänzenden Vergangenheit. Die Heimatstadt von Vivaldi war im 16. Jahrhundert das Zentrum der abendländischen Musik. Heute unterhalten Musiker in historischen Kostümen Besucher mit Kostproben barocker Musik in örtlichen Kirchen und auf dem Markusplatz wetteifern diverse Streichquartette um die Aufmerksamkeit der Touristen. Die Heimat der venezianischen Oper und des Schauspiels, das Theater
La Fenice,
wurde 1996 durch einen Brand zerstört, originalgetreu wieder aufgebaut und Ende 2003 wieder eröffnet. Die goldenen Zeiten des venezianischen Theaters sind lange vorbei, als der äußerst produktive Dramatiker Carlo Goldoni 16 Stücke pro Jahr schrieb und die Kritiker zu Begeisterungsstürmen hinriß.
Die Theaterszene ist heute eher konservativ und hauptsächlich darum bemüht, zahlungskräftige Touristen anzuziehen. Aufgrund der abnehmenden Einwohnerzahl und der Abwanderung der jungen Leute aus der Stadt gibt es so gut wie keine heimische Theaterszene. Venedig ist statt dessen auf auswärtige Künstler angewiesen, um Leben in die Kulturszene zu bringen. Nur die Filmkunst ist auf der Höhe der Zeit, wenn jedes Jahr im September
La Serenissima
die Reichen und Schönen zum
Internationalen Filmfestival
in Venedig willkommen heißt.
Ein Verzeichnis kultureller Veranstaltungen (auf Italienisch) findet man im Internet (
www.doge.it
und
www.regione.veneto.it/cultura
). |
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